EUR/USD-Analyse: Augen zu und durch den Brexit-Sturm
Bis vor kurzem konnte sich das Währungspaar im Brexit-Sturm mehr oder weniger behaupten. Der Tag der Abrechnung folgte gestern, als der EUR/USD massive Verluste einstecken musste.
Bis vor kurzem konnte sich das Währungspaar im Brexit-Sturm mehr oder weniger behaupten. Der Tag der Abrechnung folgte gestern, als der EUR/USD massive Verluste einstecken musste.
Die politische Instabilität in Europa kommt dem Dollar zugute. Auch die gestrigen US-Veröffentlichungen – das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal und das Verbrauchervertrauen vom Conference Board – sind starke Argument gegen den Euro.
Der 23. Juni wird in die Geschichte eingehen, egal wie die Briten morgen abstimmen. Spekulationen, Meinungsumfragen, Werbekampagnen der Gegner und Befürworter – damit wird Schluss sein. Erleichterung? Aber gewiss!
Das Währungspaar erlebt zurzeit so viel Unsicherheit wie schon lange nicht mehr. Die Attentate in den USA und Frankreich, der drohende Brexit, die Wetten um die Fed-Zinsen und vieles mehr.
Sowohl die NFP-Daten wie auch die zu den Verbraucherkrediten in den USA haben die Anleger enttäuscht.
Die Gemeinschaftswährung hält ihre Positionen, auch wenn der US-Dollar es ihr nicht wirklich einfach macht.
Nach kurzer Erholung geriet die Gemeinschaftswährung massiv unter Druck. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind enorm eingebrochen und landeten bei 6,4 gegenüber erwarteten 11,2 Punkten.
Glaubt man den gestrigen Reden der FOMC-Mitglieder Lockhart, Williams und Kaplan, so könnte die Fed die Zinsen in diesem Jahr zwei- oder sogar dreimal anheben und der erste Schritt könnte in absehbarer Zeit erfolgen.
Nachdem in den letzten Wochen eine bullische Stimmung das Währungspaar geprägt hat, war es wohl an der Zeit für eine Korrektur und dafür, die Gewinne zu sichern.
Der US-Dollar wird momentan mehr ver- als gekauft, dabei können die Marktteilnehmer sich auf keine eindeutige Tendenz festlegen. Die Indikatoren sind widersprüchlich. Einige deuten auf eine Verschlechterung der Wirtschaftslage hin.