Der US-Dollar setzte als sogenannte Weltleitwährung seine Korrektur auch in der vergangenen Handelswoche fort. Dies zeigt sich sowohl im US-Dollar Index als auch in einzelnen Währungspaaren mit US-Dollar Beteiligung. So zeigte sich bspw. das Währungspaar EUR/USD in den vergangenen Tagen deutlich erholt. In Anbetracht der Tatsache, dass der US-Dollar seit der US-Wahl im November im Vergleich zu den wichtigsten Währungen um gute 8 Prozent aufgewertet hat ist eine Konsolidierungsphase allerdings auch mehr als angebracht. Die technisch überkaufte Lage wird somit konsolidiert und gibt anderen Marktteilnehmer hier eine Einstiegsgelegenheit.

Übergeordnete Marktsituation USD-Dollar (US Dollar Index):

Der US-Dollar Index setzte die eingeleitete Korrektur auch in der vergangenen Handelswoche fort und durchbrach dabei zwischenzeitlich auch die Unterstützung bei 101,30 Punkten. Am gestrigen Handelstag wurde diese Unterstützung dann nachhaltig und auf Tagesschlusskursbasis durchbrochen. Damit ist in den kommenden Tagen ein Rücklauf an die nächste Unterstützung bei 100,- Punkten und die Kursmarke bei 99,50 Punkten wahrscheinlich.

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Bei 99,50 Punkten bestünde dann die Chance auf eine temporäre Stabilisierung. Mittelfristig erhöht sich durch die bearishe Bewegung der vergangenen Tage allerdings das Risiko einer Topbildung. Hierbei müssten Anleger auch die langfristige Aufwärtstrendlinie im Auge behalten.

Ob die übergeordnete Aufwärtsbewegung weiter fortgesetzt werden kann wird auch davon abhängen, ob der designierte US-Präsident Donald Trump in der Lage ist seinen Worten und geplanten Reformen auch Taten folgen zu lassen. Solange hier keine realistische Abschätzung vorgenommen werden kann ist die weitere Entwicklung beim US-Dollar mit einem Fragezeichen zu versehen. Bis dato bleibt Anlegern lediglich der Ansatz der technischen Analyse, da Fakten im Hinblick auf die politische Entwicklung derzeit noch nicht vorliegen.

Ein zu nennendes Beispiel ist hierbei die von Donald Trump angesprochene Grenzsteuer auf Produkte die von den USA importiert werden. Hierbei wurde insbesondere der Automobilsektor genannt.

Ob und wie diese Grenzsteuer umgesetzt wird ist derzeit mehr als offen. Sollte es hier aber zu einer Umsetzung kommen würden die importierten Produkte aufgrund der Grenzsteuer deutlich teurer werden, was de facto Inflation zur Folge hätte. Die amerikanische Notenbank wäre dann unter Umständen dazu gezwungen die Leitzinsen schneller anzuheben als bisher geplant. Ein stärker notierender US-Dollar wäre dann die logische Konsequenz.

Wie oben bereits angesprochen handelt es sich hierbei aber lediglich um Spekulationen und nicht um Fakten. Fakten sind aber nötig um die weitere Entwicklung fundamental realistisch einschätzen zu können. Zumindest das ist Fakt!

Marktsituation USD/JPY 18. Januar 2017:

Die Schwäche des US-Dollars ist auch weiterhin im Kursverlauf des Währungspaares USD/JPY ersichtlich. Hier wurde am gestrigen Handelstag mit dem Bruch der 50er-EMA (rot gestrichelt) ein weiteres Verkaufsignal generiert.

Die nächste übergeordnete Unterstützung befindet sich derweil bei 111,30 Yen und dürfte bis zum Ende der Handelswoche getestet werden, sofern keine Stabilisierung beim US-Dollar einsetzen sollte. Ein temporärer Rücklauf an die 50er-EMA oder die schwarz eingezeichnete Abwärtstrendlinie ist allerdings ebenfalls möglich. Diese Bewegung bietet dann eher eine Einstiegsgelegenheit auf der Shortseite als eine nachhaltige bullishe Trendwende in den mittleren Trendstufen. Hierfür wäre ein Bruch der Abwärtstrendlinie und des Widerstandes bei 115,- Yen nötig.

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Weiterhin sind auf der Unterseite die 100er-EMA und die 200er-EMA zu beachten. Die 100er-EMA (gelb gestrichelt) nähert sich derzeit dem Unterstützungsbereich bei 111,30 Yen an, sodass dieser Bereich unter technischen Gesichtspunkten nochmals gestärkt wird.

Unterstützungen und Widerstände:

Unterstützungen

Widerstände

112,61 Yen

113,60 Yen

111,88 Yen

114,30 Yen

111,30 Yen

115,- Yen

110,85 Yen

116,- Yen

109,85 Yen

116,85 Yen

Marksituation GBP/USD 18. Januar 2017

Das beherschende Thema am Devisenmarkt stellte die gestrige Grundsatzrede zum Brexit der britischen Premierministerin Theresa May dar. Am Wochenende hatten vorab bekannt gewordende Auszüge aus der Rede für Verunsicherung gesorgt. Hieraus ging hervor, dass Großbritannien einen „harten Brexit“ anstrebe und auch auf den Zugang zum EU-Binnenmarkt verzichten wolle. Das britische Pfund kam daraufhin zum Wochenstart deutlich unter Druck und notierte im Vorfeld zwischenzeitlich unter der Marke von 1,20 USD.

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In ihrer Rede nahm die Premierministerin allerdings etwas Druck aus dem Thema. Zwar bestätigte sie die Meldung, dass es einen klaren Schnitt zwischen der Europäischen Union und Großbritannien geben werde, betonte aber zugleich, dass es auch Kompromisse geben werden müsse und ließ dabei den Begriff „Freihandelsabkommen“ mehrfach fallen. Eine Teilmitgliedschaft schloss sie aber aus, da es Großbritannien sehr wichtig sei zukünftig die eigenen Grenzen zu kontrollieren.

Das britische Pfund reagierte auf die Rede positiv und zog gegenüber dem US-Dollar knappe 3 Prozent an. Damit besteht mittelfristig die Chance auf eine Bodenbildung, da aus britischer Sicht ein klares politisches Statement vorliegt. Sofern der nächste Widerstand bei 1,2430 USD ebenfalls überwunden werden kann würde das Szenario einer Bodenbildung nochmals an Wahrscheinlichkeit gewinnen und der übergeordnete Widerstand bei 1,2780USD auf die Agenda rücken.

Unterstützungen und Widerstände:

Unterstützungen

Widerstände

1,2272 USD

1,2430 USD

1,2117 USD

1,2510 USD

1,20 USD

1,2600 USD

1,1983 USD

1,2780 USD

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