Man hat das Gefühl, dass in den letzten drei Jahren so viele Referenden stattgefunden haben, wie noch nie. Wahrscheinlich hängt es einfach mit deren Bedeutung für Europa zusammen. Das letzte Referendum in Spanien hat es in sich: Zum einen gibt es das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Gut, zugegeben nicht immer und nicht überall akzeptiert, jedoch im Völkerrecht verankert. Zum anderen hat jedes Land das Recht seine Grenzen zu verteidigen, nach innen wie nach außen. Wieder zu einen haben die Katalanen keinen Plan für die Zeit nach der Unabhängigkeit. Es möge einfach besser werden. Wieder zum anderen scheint Madrid nicht verstanden zu haben, dass die Glocken schon läuten. Eine tickende Zeitbombe in sich, für die die Märkte den Euro stark unter Druck gesetzt haben. Wer mag es schon, in eine Zeitbombe zu investieren? Ob es dabei bleibt, oder die Kurve doch noch genommen wird, wird sich zeigen.

Nun aber zu unserer Technischen Analyse:

Hier geht es zum Chart!

Rückblick (27.09.2017 – 03.10.2017)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1775 und damit deutlich unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR pendelte am Mittwoch in einer engen Range seitwärts. Am Donnerstag kam es dann zu einem Angriff auf die 1,1800, der EUR schaffte es aber nicht, sich über diesem Level festzusetzen, bewegte sich aber im Dunstkreis dieser Marke weiter seitwärts. Dieses Level konnte das Währungspaar dann am Freitag überwinden. Dem EUR gelang es, sich über die 1,1800 zu schieben und dort auch festzusetzen. Den Wochenschluss formatierte er bei 1,1814. Zu Wochenbeginn ging es aber erneut wieder unter die 1,1800. Der EUR fiel am Montag bis in den Bereich der 1,1729 und unterschritt im Frühhandel zu Dienstag sogar die 1,1700. Er konnte sich im Laufe des Dienstages wieder erholen und sich zurück bis in den Bereich der 1,1750 schieben.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum lag deutlich unter dem Level der Vorperiode. Der EUR setzte in den vergangenen fünf Handelstagen damit mehr als deutlich zurück. Er hat das Hoch der Vorperiode um fast 200 Pips verfehlt. Das Tief lag zum einen unter dem der Vorperiode und erstmals seit Wochen wieder unter der 1,1700. Die Range war mit 138 Pips aber vergleichsweise moderat.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite vermutet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1818/20 weiter bis in den Bereich der 1,1833/35 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde um 1 Pip verfehlt. Damit hat das Setup auf der Oberseite gut gegriffen. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1704/02 exakt an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1694/92. Hier hat das Setup perfekt gepasst.

Wochenhoch*: 1,1832 Vorwoche 1,2033

Wochentief*: 1,1756 Vorwoche 1,1756

Wochen-Range*: 138 Pips Vorwoche 277 Pips

Wie könnte es weitergehen?

EUR/USD-WS: 1,1839/62….1,1934/53/89….1,2006/40/96…..1,2126/85

EUR/USD-US: 1,1728….1,1689/36….1,1566/31…..1,1496…..1,1364….1,1204

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

• Box-Bereich: 1,2303 bis 1,0504

• Tagesschlusskurs-Marken: 1,1975 und 1,1505

• Intraday-Marken: 1,1862 und 1,1707

• Die Range: 1,3479 bis 0,9631

Ausblick für die kommenden fünf Handelstage:

Der EUR hat in den vergangenen zwei Handelswochen deutlich zurückgesetzt. Damit ist unsere bärische Einschätzung, die wir vor einigen Wochen formuliert haben, eingetreten. Übergeordnet hat sich das Chartbild deutlich eingetrübt. Der EUR ist mittlerweile unter die 1,1800 gerutscht und hat sich im Bereich der 1,17500/1,17000 etabliert. Auf der Oberseite hat der EUR durchaus Potential auf Erholung, die bis in den Bereich der 1,1880/1,19000 gehen könnte. In diesem Bereich verläuft die 20 Tage Linie im Daily. Ein erneutes Überschreiten der 1,1880/1,1900 erscheint aktuell weniger wahrscheinlich. Der EUR könnte in den nächsten Handelstagen eher noch weiter zurücksetzen. Auf der Unterseite wären die 1,1650/40 und dann die 1,1620/15 die relevanten Anlaufziele. Sollte der EUR bis in den Bereich der 1,1620/15 zurücksetzen, so könnten sich hier größere Erholungen einstellen. Ein TS unter der 1,16000 würde das Chartbild weiter eintrüben. Weitere Rücksetzer bis in den Bereich der 1,1330/00 könnten dann folgen.

Fundamentale Betrachtung:

Mitte Oktober will sich die EZB zur kurzfristigen Geldpolitik äußern. Es wird erwartet, dass es Informationen zum Aufkaufprogramm geben wird. Wahrscheinlich wird es sein, dass die Zentralbank dieses sukzessiv und sehr langsam auslaufen lässt. In früheren Statements hat sich die EZB auch die Möglichkeit gesehen, das Programm weiter auszudehnen, wenn es die Rahmenbedingungen erfordern. Kritisch muss man sagen, dass die Effekte des Programms nicht außerordentlich waren, das primäre Ziel zu erreichen, die Inflation zu erhöhen. Bedingt durch den steigenden Ölpreis wird aber davon auszugehen sein, dass die Inflation in den nächsten Monaten weiter ansteigen wird, wobei der EZB Präsident deutlich gemacht hat, dass das 2% Ziel durchaus auch übertroffen werden kann, ohne, dass die Zentralbank die Geldpolitik nachhaltig ändern wird. In der Summe kann davon ausgegangen werden, dass das Aufkaufprogramm frühestens im 1.Quartal 2018 auslaufen wird. Es ist ferner zu erwarten, dass die Zinsen bis Ende 2018 stabil gehalten werden.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen:

Der EUR könnte zunächst versuchen, sich über der 1,1750 zu stabilisieren und dort zu etablieren. Gelingt dies, so könnte der EUR dann versuchen, die 1,1780/82, die 1,1795/97 und dann die 1,1810/12 zu erreichen. Kann sich der EUR über die 1,1810/12 schieben, so wären die 1,1822/24, die 1,1834/36 und die 1,1846/48 die nächsten relevanten Anlaufmarken. Bei dynamischen Impulsen könnte der EUR auch die 1,1856/58 bzw. die 1,1866/68 erreichen. Sollte der EUR bis hierhin laufen, so könnten sich Rücksetzer einstellen. Kann sich der EUR über die 1,1866/68 schieben, so wäre der Weg an die 1,1876/78, die 1,1886/88 und an die 1,1898/1,1900 frei. Eventuell kann der EUR auch noch die 1,1908/10 erreichen. Wir erwarten aber, dass es der EUR schwer haben dürfte, in den nächsten Handelstagen über die 1,1900/10 zu laufen. Sollte es der EUR bis hierhin schaffen, so sind Rücksetzer wahrscheinlich. Erst ein TS über dieser Marke könnte dann den Weg an die 1,1918/20 und an die 1,1929/31 freimachen.

Kann sich der EUR nicht über der 1,1750 etablieren, so wäre mit Rücksetzern zu rechnen die zunächst bis 1,1740/38 bzw. bis an die 1,1731/28 gehen könnten. Bereits im Bereich der 1,1731/28 bestehen Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Rutscht der EUR unter die 1,1728 wäre mit weiteren Abgaben zu rechnen, die bis 1,1712/10, bis 1,1704/02 bzw. bis 1,1694/92 und dann weiter bis 1,1681/78 gehen könnten. Bei dynamischen Abwärtsimpulsen wäre auch ein Anlaufen der 1,1660/58, der 1,1650/48 und der 1,1637/35 möglich. Im Bereich der 1,1650 hat der EUR gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Kann sich der EUR bei 1,1637/35 nicht stabilisieren, so wären weitere Abgaben möglich, die bis 1,1627/25 bzw. bis 1,1616/14 gehen könnten. Auch an diesem Level hätte der EUR Chancen auf Erholung. Gelingen diese nicht, so können auch die 1,1601/1,1595 erreicht werden.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/ abwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

• 05.10.2017 – EUR: Bericht des geldpolitischen Treffens der EZB

• 06.10.2017 – USA: Non-farm Gehaltsabrechnungen (Sep)

• 06.10.2017 – USA: Arbeitslosenquote (Sep)

• 09.10.2017 – GER: Industrieproduktion (Aug)

• 11.10.2017 – USA: JOLTS Report (Aug)

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Im Namen von Admiral Markets wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Ihr Jens Chrzanowski

Geschäftsführer Admiral Markets Partner Deutschland, MT am Germany GmbH

RISIKOHINWEIS: Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert EUR/USD, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Sie können im Extremfall Ihr komplettes Investment verlieren! Die Nachschusspflicht für Kunden mit Hauptwohnsitz in Deutschland entfällt. Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Dieser Artikel erfüllt nicht alle gesetzlichen Anforderungen an eine Analyse und soll deshalb als Marketing-Information verstanden werden. Lesen Sie den kompletten Warnhinweis über folgenden Link: http://www.admiralmarkets.de/risikohinweis

Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.