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In der neuen Börsenwoche ist der volkswirtschaftliche Datenkalender prall gefüllt, wobei besonders EZB-Sitzung und die NFP-Daten die Märkte bewegen werden. Als Aktie der Woche wird zudem die US-Einzelhandelskette Walgreen vorgestellt.

Unser Ausblick auf die Fundamentaldaten

DAX auf Jahressicht kaum verändert – EZB und NFP voraus

Das Börsenjahr 2014 bringt für den deutschen Leitindex DAX wieder leicht negative Vorzeichen: Bis dato verlor er seit Jahresbeginn 0,64 Prozent. In der abgelaufenen Handelswoche hatte der DAX stärker Federn lassen müssen. Er ging mit 9.490,55 Punkten aus dem Xetra-Handel – auf Wochensicht ein Minus von 3,15 Prozent. Im nachbörslichen Handel fand jedoch eine Erholung statt. Der X-DAX notierte am Freitag um 22:15 Uhr mit 9.537,44 Punkten deutlich höher. Der Dow Jones schloss mit 17.113,15 Punkten und einem Wochenminus von 0,96 Prozent. Der NASDAQ 100 beendete den Freitagshandel an der Technologiebörse NASDAQ mit einem Minus von 1,13 Prozent bei 4.053,719 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 schloss mit einem Minus von 1,37 Prozent bei 1.982,85 Punkten. Rohöl der Nordseesorte Brent kostete zum Wochenschluss 97,008 US-Dollar je Fass, die Feinunze Gold notierte zum Wochenende weiter fest bei 1.219,20 US-Dollar. Großer Verlierer der Handelswoche mit einem Wochenminus von 1,20 Prozent war abermals der Euro, der nun nur noch 1,2683 US-Dollar kostet. Der Euro-Bund-Future im Kontraktmonat Dezember stand an der Terminbörse EUREX zuletzt bei 149,43 Zählern. Deutsche Staatsanleihen mit einer zehnjährigen Laufzeit rentieren damit derzeit bei 0,97 Prozent. Am 01.10. werden in einer Aufstockung einer Auktion zehnjährige Bundesanleihen mit einem Volumen von 5 Mrd. Euro angeboten. Am Montag werden zusätzlich Zwölf-Monats-Bubills an den Markt gebracht (Volumen: 2 Mrd. Euro). Es handelt sich hierbei um eine Neuemission.

Neue Handelswoche mit EZB-Sitzung und US-Arbeitsmarktdaten

Neben ein paar Notenbankern der Fed und der EZB, die in der nächsten Handelswoche Reden halten werden, wird möglicherweise vor allem die Politik mehr Bewegung in die Märkte bringen. In der neuen Woche wird sich US-Präsident Obama an die Vereinten Nationen wenden, um die Rolle der USA in Bezug auf die Nahostregion und den Mittleren Osten zu erklären. Der Krieg gegen den Terror und damit vor allem gegen die Terrororganisation „IS“ geht in eine neue Runde und wird mehr Gewicht bekommen. Große Berichte, Zahlen und weiteres Datenwerk von Seiten der Unternehmen werden in der kommenden Handelswoche Mangelware bleiben. Die gigantische Börsenshow von Alibaba (Symbol: BABA) hatte in der letzten Börsenwoche viel Euphorie verbreitet, nun sollte etwas Ernüchterung eintreten. Zinsszenarien der Fed und einiger ihrer Notenbanker trugen dazu bei, dass die Kurse von den neuen Rekordwerten bei S&P 500 und Dow Jones wieder leicht abfielen. Die wichtigsten volkswirtschaftlichen Daten der neuen Woche könnten vor allem aus der Eurozone kommen: Verbrauchervertrauen der Eurozone, ifo-Index aus Deutschland und einige Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors aus Deutschland, Frankreich und der Eurozone. Aus den USA werden Immobiliendaten für Bewegung sorgen, daneben ebenfalls Einkaufsmanagerindizes, das Konsumklima der Uni Michigan und die endgültige BIP-Fassung für das zweite Quartal.

Volkswirtschaftliche Daten und Unternehmensnachrichten

Die neue Börsenwoche bringt gleich am Montag zur Eröffnung der europäischen Session um 09:00 Uhr spanische Verbraucherpreise für den Monat September und im weiteren Verlauf um 10:30 Uhr britische Hypothekengenehmigungen, Daten zur Geldmenge M4 und Verbraucherkredite (alle Daten für August). Um 11:00 Uhr werden das Dienstleister-, Industrie- und Verbrauchervertrauen, sowie der Konjunkturklimaindikator und die Wirtschaftsstimmung für die Eurozone publiziert (alle Daten für September). Um 14:00 Uhr folgen deutsche Verbraucherpreise für den September und um 14:30 Uhr US-Konsumausgaben, die PCE-Kernrate und persönliche Einkommen für den Monat August. Um 16:00 Uhr folgen die anstehenden Hausverkäufe in den USA im August und um 16:30 Uhr wird noch der Dallas-Fed-Manufacturing-Index für den September erwartet. In der Nacht werden um 23:45 Uhr neuseeländische Baugenehmigungen für den August veröffentlicht. Nur wenige Unternehmen berichten von ihren aktuellen Quartalszahlen, darunter z.B. Morthrop Grumman (USA).

Der Dienstag beginnt in der asiatisch-pazifischen Session mit dem britischen GfK-Verbrauchervertrauen für den September um 01:05 Uhr und setzt sich mit japanischen Arbeitsmarktdaten und der japanischen Arbeitslosenquote für den August um 01.30 Uhr fort. Zeitgleich werden japanische Haushaltsausgaben für den August publiziert. Um 01:50 Uhr folgen noch die japanische Industrieproduktion und der Einzelhandelsumsatz (beide für August). Weiter geht es um 02:00 Uhr mit dem neuseeländischen Geschäftsausblick der dortigen Notenbank für den September und zeitgleich dem neuseeländischen Geschäftsklima für den September. Durchschnittliche japanische Nettoeinkommen werden um 03:30 Uhr veröffentlicht, der chinesische HSB-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im September folgt um 03:45 Uhr und um 07:00 Uhr werden japanische Baubeginne im August zur Bewertung anstehen. Die europäische Session beginnt um 08:00 Uhr mit dem deutschen Einzelhandelsumsatz und den deutschen Erwerbstätigenzahlen (beide für den Monat August) sowie dem britischen Hauspreisindex für den September. Französische Erzeuger- und Importpreise für den August werden um 08:45 Uhr ausgegeben. Das KOF-Konjunkturbarometer für die Schweiz im September wird um 09:00 Uhr veröffentlicht, die deutschen Arbeitslosenzahlen und die deutsche Arbeitslosenquote für den Monat September werden um 09:55 Uhr erwartet und um 10:00 Uhr wird die italienische Arbeitslosenquote für den August ausgewiesen. Um 10:30 Uhr werden britische Daten wie der Dienstleistungsindex für den Juli, das Leistungsbilanzsaldo für das zweite Quartal, die Unternehmensinvestitionen im zweiten Quartal und das BIP fürs zweite Quartal (in der endgültigen Fassung) publiziert. Um 11:00 Uhr werden italienische Verbraucherpreise für den September ausgewiesen. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone im August und die Verbraucherpreise für den September aus der Eurozone werden um 11:00 Uhr veröffentlicht. Um 13:45 Uhr laufen mit den ICSC-Ladenkettenumsätzen die ersten US-Daten über die Ticker. Um 14:30 Uhr folgen kanadische Rohstoff- und Erzeugerpreis für den August und das kanadische BIP für den Juli. Um 15:00 Uhr werden zeitgleich der Case-Shiller-Hauspreisindex für den Juli und die US-Redbook-Einzelhandelsumsätze publiziert. Um 15:45 Uhr wird der Chicago-Einkaufsmanagerindex für den September zu bewerten sein und um 16:00 Uhr wird das US-Verbrauchervertrauen seitens Conference Board für den September publiziert. Aktuelle Quartalszahlen werden von rund 25 Unternehmen erwartet, vor allem aber von einem größeren Player – Walgreen (USA).

Der Mittwoch beginnt in Australien mit dem AIG-Manufacturing-Index für den Monat September um 01:30 Uhr und dem Tankan-Bericht aus Japan für das verarbeitende und das nicht-verarbeitende Gewerbe für das dritte Quartal. Weiter geht es um 03:00 Uhr mit dem chinesischen CFLP-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes für den September und dem Einzelhandelsumsatz für den August aus Australien um 03:30 Uhr. Den japanischen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe für den September gibt es um 03:35 Uhr. Der Handelstag setzt sich dann erst wieder um 08:30 Uhr mit australischen Rohstoffpreisen für den September fort. Zum Start der europäischen Session werden eine Reihe europäischer Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe im September veröffentlicht. Den Start macht Spanien um 09;15 Uhr, weiter geht es um 09:30 Uhr mit der Schweiz, um 09:45 Uhr mit Italien, um 09:50 Uhr mit Frankreich, um 09:55 Uhr mit Deutschland, um 10:00 Uhr mit der Eurozone und um 10:30 Uhr mit Großbritannien. Um 10:00 Uhr wird zudem noch der Auftragseingang des deutschen Maschinenbaus im September durch den VDMA ausgewiesen. Um 13:00 Uhr folgen die US-MBA-Hypothekendaten, um 14:15 Uhr die US-ADP-Beschäftigtenzahlen ex Agrar für den September, um 15:45 Uhr der US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im September und um 16:00 Uhr der US-ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im September. Ebenfalls um 16:00 Uhr werden die US-Bauausgaben für den August ausgewiesen. Rohölhändler achten um 16:30 Uhr auf die US-Rohöllagerbestände. Rund 60 Unternehmen berichten. Nur fünf Unternehmen berichten von ihren aktuellen Quartalszahlen, u. a. Acuity Brands (USA) und James Halstead (GB).

Für den Donnerstag wird zunächst um 01:50 Uhr die japanische Geldbasis für den September ausgewiesen und um 02:00 Uhr folgen neuseeländische Rohstoffpreise für den September. Um 02:30 Uhr werden australische Inflationsdaten für den September seitens TD publiziert. Um 03:00 Uhr werden australische Neubauverkäufe für den August veröffentlicht und um 03:30 Uhr das australische Handelsbilanzsaldo und die Baugenehmigungen für den August. Um 07:00 Uhr gibt die australische Notenbank RBA ihren Jahresbericht heraus und um 09:00 Uhr werden spanische Arbeitslosenzahlen für den September erwartet. Den Einkaufsmanagerindex für den britischen Bausektor im September gibt es um 10:30 Uhr. Erzeugerpreise für die Eurozone im August werden um 11:00 Uhr publiziert. Um 12:00 Uhr werden von ifo, Insee und Istat Konjunkturprognosen für die Eurozone publiziert und um 13:30 Uhr werden die US-Challenger-Stellenstreichungen eine weitere Indikation für die US-Arbeitsmarktdaten im September liefern. Ein Highlight des Handelstages wird der EZB-Zinsentscheid um 13:45 Uhr sein, mit der EZB-Pressekonferenz im Anschluss um 14:30 Uhr. Zur gleichen Zeit werden die wöchentlichen US-Erstanträge und fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe ausgewiesen. Um 16:00 Uhr folgt noch der US-Auftragseingang der Industrie im August. Zum späten Abend um 22:30 Uhr gibt es noch Daten zur aktuellen Fed-Bilanz und zur US-Geldmenge. Quartalszahlen von rund fünf Unternehmen werden zu beachten sein, darunter z.B. Constellation Brands (USA).

Der Freitag beginnt mit dem australischen AIG-Dienstleistungsindex für den September um 01:30 Uhr und setzt sich mit dem chinesischen CFLP-Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungssektors im September um 03:00 Uhr fort. Weiter geht es um 03:35 Uhr mit dem japanischen Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungsgewerbes im September. In Europa werden eine Reihe von Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungssektors für den September publiziert. Den Anfang macht um 09:15 Uhr Spanien. Weiter geht es um 09:45 Uhr mit Italien, um 09:50 Uhr mit Frankreich, um 09:55 Uhr mit Deutschland, um 10:00 Uhr mit der Eurozone und um 10:30 Uhr mit Großbritannien. Zudem wird um 10:00 Uhr noch der Einkaufsmanagerindex Composite für den September in der Eurozone ausgewiesen. Um 11:00 Uhr wird der Einzelhandelsumsatz für den August in der Eurozone erwartet, um 12:00 Uhr die wöchentlichen LTRO-Rückzahlungen an die EZB. Zum Nachmittag wird um 14:30 Uhr das kanadische Handelsbilanzsaldo für den August ausgewiesen. Highlight des Tages und auch der Woche werden um 14.30 Uhr die US-Arbeitsmarktdaten für den September sein. Neugeschaffene Stellen, Stundenlöhne, Arbeitslosenquote und mehr werden die Märkte vermutlich stärker bewegen können. Um 15:45 Uhr wird der Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungssektors seitens Markit für den September ausgewiesen und um 16:00 Uhr der ISM-Einkaufsmanagerinex für den Dienstleistungssektor im September. Kurz vor dem Wochenschluss wird um 21:30 Uhr noch der aktuelle COT-Report ausgegeben. Von den Unternehmen treffen keine aktuellen Quartalszahlen ein. In Deutschland bleiben die Börsen geschlossen – man feiert den Tag der Deutschen Einheit.

Walgreen – größte Dogerie- und Apothekenkette der USA

Walgreen (Börsenkürzel: WAG(NYSE)) ist mit 248.000 Mitarbeitern und 8.582 Filialen die größte Drogerie- und Apothekenkette in den USA. In den Metropolen New York, Boston, Chicago, Los Angeles, San Francisco, Washington D.C. und Philadelphia hat man zusätzlich Flagship Stores eröffnet. Im Jahr 1901 kaufte Charles R. Walgreen in Chicago, wo er zuvor als Apotheker arbeitete, das Geschäft und legte damit den Grundstein für die gleichnamige Kette. Bereits 1926 machte in Chicago die einhundertste Filiale von Walgreen auf. 1927 betrat Walgreen das Börsenparkett. 1950 entwickelte man die ersten Selbstbedienungsläden und wurde so zum größten Einzelhändler in den USA. 1975 erzielte Walgreen erstmals mehr als eine Mrd. US-Dollar Jahresumsatz. Walgreen hat seinen Unternehmenssitz in Deerfield im US-Bundesstaat Illinois. Meist sind die Filialen deckungsgleich aufgebaut und strukturiert. Man findet einen Pharmaziebereich, einen Fotobereich, eine Kosmetikabteilung und weitere allgemeine Verkaufsbereiche für diverse Produkte des Alltagsbedarfs. Vor allem aber gibt es einen Bereich für verschreibungspflichtige Medikamente, die zum Teil direkt vor Ort von den Spezialisten angefertigt oder herausgegeben werden. Daneben gibt es auch klinikähnliche Dienstleistungen, wie Impfungen, Kontrollen und weitere Gesundheitsdienste, die von ausgebildeten Krankenschwestern und Medizinern ausgeführt werden. Walgreen steht im direkten Wettbewerb mit CVS Caremark, Rite Aid und z. B. Walmart. Die letzten wichtigen Übernahmen in der Firmengeschichte waren 2010 die Übernahme von Duane Reade und vor allem 2014 eine richtungsweisende Übernahme von Alliance Boots, einem britisch-schweizerischen Wettbewerber. Diese Übernahme dient der globalen Aufstellung von Walgreen.

Die aktuellen Analysen zur Aktie von Walgreen stammen von Jefferies, Cowen & Company, Barclays, FBR Capital, JPMorgan, Cantor Fitzgerald und Bank of America. Die Kurszielspanne liegt von 66,00 US-Dollar (Bank of America vom 21.08.2014) bis 92,00 US-Dollar (Barclays vom 18.06.2014), allerdings hat Barclays am 22.09.2014 eine Kurszielanpassung auf 68,00 US-Dollar vorgenommen. Kumuliert man die Kursziele, ergibt sich ein Durchschnittswert von rund 75,00 US-Dollar. Von diesem Wert (das Jahreshoch lag bei 76,39 US-Dollar) kam die Aktie im Juni stärker zurück, vor allem als die neue Strategie mit Alliance Boots bekannt wurde. Die Aktie von Walgreen ging am Freitag mit einem Kurs von 60,18 US-Dollar an der Wall Street (NYSE) aus dem Handel. Damit wird das Unternehmen derzeit an der Börse mit 61,88 Mrd. US-Dollar bewertet. Auf 52-Wochen-Basis notierte das Wertpapier von Walgreen mit einem Hoch von 76,39 US-Dollar und auf einem Tief von 59,96 US-Dollar. 65,74 Prozent der Aktien befinden sich im Streubesitz, größter institutioneller Investor ist die Vanguard Group mit 5,25 Prozent, gefolgt von State Street Global Advisors mit 3,98 Prozent, BlackRock mit 3,35 Prozent und 45 weiteren institutionellen Investoren oberhalb einer Beteiligungsquote von 0,25 Prozent.

Gregory D. Wasson leitet die Firma seit 2009 als „President und CEO“, James A. Skinner ist in der Funktion des „Chairman of the Board“ tätig. Die Unternehmensführung von Walgreen kaufte auf Basis der letzten zwölf Monate mit 49 Transaktionen 808.173 Aktien. Mit 49 Transaktionen wurden hingegen nur 544.193 verkauft, was einen deutlichen Überhang auf der Käuferseite ausweist. Die Insider scheinen sich aber besonders während der letzten drei bis sechs Monate stärker von ihren Engagements getrennt zu haben. In diesem Zeitraum (besonders rund um das Jahreshoch) sind verstärkt Verkäufe zu registrieren. Der Preis der Übernahme von Alliance Boots schlägt sich damit auch im Insiderbarometer nieder.

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) weist für das Geschäftsjahr 2013 (bilanziert wird gemäß US-GAAP mit dem Stichtag zum 31.08. in US-Dollar) einen Umsatz von 72,2 Mrd. US-Dollar aus. Das Ergebnis der gewerblichen Geschäftstätigkeit lag 2013 bei 3,9 Mrd. US-Dollar, das Beteiligungsergebnis bei 344,00 Mio. US-Dollar und das Zinsergebnis bei -165,00 Mio. US-Dollar, was zu einem Jahresüberschuss von 2,4 Mrd. US-Dollar führte. Seit 2009 liegt der Jahresüberschuss stabil zwischen 2,0 und 2,7 Mrd. US-Dollar. Je Aktie netto sind 2,4461 US-Dollar als Ergebnis ausgewiesen. Die Dividende für 2013 lag bei 0,899 US-Dollar – seit vielen Jahren konnte die Dividende gesteigert werden. Für das Geschäftsjahr 2013 führt Walgreen 248.000 Mitarbeiter in den Büchern. Gemäß der Bilanz 2013 weist der Konzern 2,1 Mrd. US-Dollar an liquiden Mitteln aus, hat ein wirtschaftliches Eigenkapital in Höhe von 19,5 Mrd. US-Dollar, gezeichnetes Kapital von 80,3 Mio. US-Dollar, Verbindlichkeiten in Höhe von 13,8 Mrd. US-Dollar und eine Bilanzsumme von 35,5 Mrd. US-Dollar.

Die Bilanzprognose für 2014 sieht einen Umsatz von 76,43 Mrd. US-Dollar und ein EBIT in Höhe von 4,47 Mrd. US-Dollar vor, für 2015 sollen es 80,56 Mrd. US-Dollar Umsatz und ein EBIT von 5,54 Mrd. US-Dollar sein. Damit würde sich der Gewinn je Aktie signifikant erhöhen, 2014 auf 3,275 US-Dollar und 2015 auf 3,650 US-Dollar. Der Cashflow je Aktie würde sich 2014 auf 4,0296 US-Dollar das Stück erhöhen und für 2015 auf 3,8977 US-Dollar je Anteilsschein leicht absinken. Die Dividende je Aktie könnte für 2014 1,26 US-Dollar und für 2015 1,35 US-Dollar betragen. 2014 wird Walgreen gemäß Prognosen eine Nettoverschuldung in Höhe von 1,92 Mrd. US-Dollar ausweisen (im Zuge der Übernahme von Alliance Boots könnte sich die Nettoverschuldung des Konzerns in 2015 möglicherweise verfünffachen). Am 30.09.2014 weist Walgreen sein Ergebnis für das vierte Quartal 2014 aus.

(Eine wichtige Entscheidung zum Thema Standort und Steuern hat Walgreen Anfang August rund fünf Mrd. Marktkapitalisierung gekostet. Man entschied sich gegen die Möglichkeit, durch die Übernahme von Alliance Boots massiv Steuern zu sparen und sein Steuerdomizil zu ändern. Walgreen versteuert weiterhin komplett in den USA und will sich nicht in die aktuelle Steuerfluchtdebatte hineinziehen lassen, die die US-Regierung mit großen US-Konzernen führt. Ohnehin hätte diese Art der Steuervermeidung den Konzern vermutlich einiges an Renommee im Heimatmarkt USA gekostet).

Unser charttechnischer Ausblick – Die Richtung ist wieder recht unklar

DAX-Future (Kontrakt 12-14)

Der DAX-Future schaffte es in den vergangenen fünf Handelstagen nicht, seine Aufwärtsbewegung weiterzuführen. Er schloss zum Freitagabend mit einem Minus von gut 300 Punkten. Aus diesem Grund konnte der Handel in die zuvor angepeilte Long-Richtung kaum Früchte tragen und musste mit einem leichten Minus abgeschlossen werden. Lediglich ein Trade von der wichtigen Unterstützung 9.600 konnte gewinnbringend beendet werden. Der Schlusskurs zum Wochenende lag bei rund 9.540 Zählern. Nach dem Bruch der Marke von 9.600 Punkten stellt sich jetzt die Frage, ob der Markt den Weg nach oben zuvor nur vorgetäuscht hat und jetzt doch wieder die Short-Richtung bevorzugt. Folglich bleibt die Marke von 9.600 weiterhin wichtig für den Handel. Darüber könnte, mit erhöhter Vorsicht, der Vorteil erneut leicht auf der Long-Seite sein, darunter auf der Short-Seite. Ziele können durch das momentane Hin und Her jedoch nicht ausgemacht werden. Bei der Planung beziehungsweise Umsetzung von Trades sollten Gewinnmitnahmen deshalb nicht ausgeschlossen werden.

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EUR.USD

Eine Weiterführung des Shortruns war auch in der vergangenen Woche beim EUR.USD zu verzeichnen. Es ging erneut rund 150 Ticks nach unten. Das aktuelle Tief bei circa 1,2675 war gleichzeitig auch annähernd der Schlusskurs zum Freitagabend. Lediglich am Montag und Dienstag verlief der Handel leicht positiv und bot damit ideale Einstiegsmöglichkeiten für gewinnbringende Shorttrades. Ein Ende der aktuell sehr starken Abwärtsbewegung scheint nicht in Sicht. Deshalb könnte Short auch weiterhin die Handelsrichtung darstellen. Die Umsetzung von Longtrades verbietet sich – zu gering ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem nutzbaren Ansteigen kommt! Leichte Erholungen an größeren und kleineren Widerständen könnten auch weiter gute Einstiegsmöglichkeiten bieten.

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Bund-Future (Kontrakt 12-14)

Wie schon so oft im laufenden Jahr konnte die Performance im Bund-Future erneut gesteigert werden. Die richtungsentscheidende Marke von 148,50 wurde direkt mit dem Eröffnungskurs am Montag überschritten, der Markt lief in die angepeilte Richtung. Ein Plus von 70 Ticks lag zwischen dem Schlusskurs des vorletzten und des letzten Freitags. Die Ampeln stehen jetzt aktuell wieder auf Grün, was bei Kursen oberhalb von 148,90 für die Long-Seite sprechen könnte. Kurse über dieser Marke sollten also eher für die Long- als für die Short-Seite genutzt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass die Marke von 150,00 erneut erreicht wird. Die Short-Seite sollte – wenn überhaupt – nur unter der Marke 148,90 eine Rolle spielen und dies dann auch nur bei stark aufkommendem Momentum.

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S&P-Future (Kontrakt 12-14)

Auch der S&P-Future konnte in den vergangenen Tagen sein hohes Kursniveau nicht halten. Er sackte direkt am Montag unter die wichtige Marke von 1.987,50 ab. Long-Überlegungen konnten somit kaum bis gar nicht umgesetzt werden. Der Schlusskurs zum Freitagabend lag im Bereich der Marke von 1.975,00, was einem Wochenminus des Marktes von rund 30 Punkten entspricht. Der Schwankungsbereich fächert sich aktuell von 1.956,00 bis 2.013,00 auf und lässt sich sehr schlecht einschätzen. Er sollte mit der gleichen Vorsicht behandelt werden wie eine Seitwärtsphase! Die Marke 1.987,50 bleibt trotz allem richtungsentscheidend. Die Bewegungstendenzen sind darüber mehr als Long, darunter mehr als Short zu betrachten – ein nennenswerter Vorteil ist aus aktueller Sicht daraus jedoch nicht ableitbar.

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Aktie: Walgreen (USD)

Die Aktie von Walgreen (Börsenkürzel: WAG(NYSE)) lässt sich grundsätzlich als sehr trendiger Wert beschreiben. In den vergangenen fünf Jahren traten kaum nennenswerte Seitwärtsphasen auf. Trendfolgenden Händlern bot sich also ein recht gutes Terrain. Die Trendtendenzen waren bis auf wenige Phasen Long. Gerade seit Ende 2012 entwickelte sich der Wert sehr gut, er konnte sich bis vor einigen Wochen in einem sauberen Aufwärtstrend etwas mehr als verdoppeln. In den letzten drei Monaten ging es dann jedoch etwas stärker nach unten, und durch eine kürzlich auftretende, recht starke Short-Bewegung wurde der Trend gebrochen. Der aktuelle Kursbereich liegt im Bereich der Marke von 60,00 US-Dollar, in etwa 11 US-Dollar tiefer als das vorherige Hoch. Der saubere Long-Trend ist spätestens seit dem Unterschreiten des Tiefs um die Marke von 62,50 US-Dollar gebrochen. Das schließt langfristige Long-Überlegungen vorerst aus, man sollte Gewinnmitnahmen noch offener Long-Positionen in Erwägung ziehen. Erst durch ein erneutes Ansteigen über Widerstände um die Marke von 70,00 US-Dollar würde charttechnisch die Long-Richtung wieder interessant erscheinen. Primär wäre der Vorteil aktuell mehr abwärts als aufwärts gerichtet. Ein weiteres Absacken in Richtung der Marken 50,00 US-Dollar oder 45,00 US-Dollar wäre für mögliche Käufe ebenfalls interessant – dann sollte zuvor aber nochmals die Situation analysiert werden.

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Webinare:

29.09.2014 um 15:00 Uhr Live Trading an den US Börsen

30.09.2014 um 19:00 Uhr Vorstellung der Handelsplattform

01.10.2014 um 18:30 Uhr Kurszielberechnung: Vorher wissen, wie weit eine Aktie steigen wird

02.10.2014 um 19:00 Uhr Tradingmodule der TWS

07.10.2014 um 19:00 Uhr Vorstellung der Handelsplattform

08.10.2014 um 18:30 Uhr Earnings Trading mit Optionen

Kontakt:

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Kundensupport: Montag bis Donnerstag: 08:00 – 20:00 Uhr

Freitag: 08:00 – 18:00 Uhr

Neu: LYNX Broker senkt die Mindestgebühren für Aktienorder in Deutschland auf 5,80 EUR inkl. aller Börsengebühren und bietet Ihnen den Handel mit Optionen und Futures ab 2,- EUR, weitere Informationen finden Sie unter: http://www.lynxbroker.de/preissenkung/

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