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der Quadriga Communication

EURUSD Analyse: Großbritannien stimmt gegen EU-Deal

16.01.2019, Admiral Markets Deutschland

Während in den USA weiter die Haushaltssperre für den Shutdown der Regierung sorgt, der mittlerweile der längste in der Geschichte der USA ist, wurde im britischen Unterhaus über den Brexit-Deal mit der EU abgestimmt.

Das Ergebnis der Abstimmung war zwar bereits vorab erwartet wurden, überraschte aber doch mit seiner Deutlichkeit. Die Konsequenzen der Abstimmung sind nun völlig offen und könnten in den kommenden Wochen und Monaten zur europäischen Zerreißprobe werden.

 

Nun aber zu unserer Technischen Analyse:

 

Hier geht es zum Chart!

 

 

 

Rückblick (08.01.2019 – 15.01.2019)

 

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1458 und damit gut 30 Pips unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR schaffte es bereits am Mittwoch der letzten Handelswoche sich über die 1,1500 zu schieben und dort auch zu etablieren. Es ging am Donnerstag bis an die 1,1558. Am Freitagmorgen wurde dieses Hoch bestätigt, es gelang dem EUR aber nicht, sich weiter nach Norden zu schieben. Er fiel zunächst bis an die 1,1500 zurück und am Freitag dann unter dieses Level. Zu Wochenbeginn ging es zunächst in einer engen Range seitwärts. Am Dienstag setzte dann Schwäche ein, die das Währungspaar unter die 1,1400 schob.

 

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt über der Vorperiode, das Tief ebenfalls. Der EUR konnte sich damit zu Jahresbeginn etwas stabilisieren, aber nicht wirklich erholen. Der Wochenschluss liegt mit ca. 70 Pips über dem Niveau der Vorwoche. Die Range lag mit 176 Pips in etwa auf dem Niveau der Vorperiode.

 

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1544/46 weiter bis an die 1,1552/54 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde um 4 Pips überschritten, das Setup hat damit nicht optimal gegriffen. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1398/96 knapp unter unsere nächste Anlaufmarke bei 1,1387/85.

 

Wochenhoch*:           1,1558             Vorwoche 1,1497

Wochentief*:               1,1382             Vorwoche 1,1309

Wochenschluss:         1,1467             Vorwoche 1,1346

Wochen-Range*:        176 Pips         Vorwoche 188 Pips

 

 

Wie könnte es weitergehen?

 

EUR/USD-WS:            1,1442/87.....1,1501/30/48/62/72.....1,1602/58.....1,1706

EUR/USD-US:             1,1375/43/01.....1,1211......1,1178/26.....1,1088/27

 

 

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

 

Box-Bereich:                                      1,3039 bis 1,0504

Tagesschlusskurs-Marken:               1,1661 und 1,1261

Intraday-Marken:                               1,1544 und 1,1381

Die Range:                                         1,3479  bis 0,9631

 

 

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

 

EURUSD Chartcheck - Betrachtung im 4h Chart:

 

Der EUR hat sich zu Wochenbeginn wieder unter die EMA20 und die EMA50 geschoben. Damit hat sich das Chartbild eingetrübt. Die Rücksetzer gingen am Dienstag bis in den Bereich der EMA 200 bei 1,1390. Hier hat sich das Währungspaar zunächst stabilisieren können. Denkbar ist, dass sich jetzt eine technische Gegenbewegung einstellt, die wieder bis in den Bereich der EAM20/50 läuft. (aktuell bei 1,1462)

 

Fällt der EUR unter die 1,1390 und bildet er zwei rote Kerzen hintereinander aus, so könnte er dann bis in den Bereich der 1,1310/00 laufen. Dass Level bei 1,1310/00 war in den vergangenen Handelswochen immer ein Bereich wo sich Erholungen eingestellt haben. Darunter wären übergeordnet die 1,1275/70 bzw. die 1,1220 weitere denkbare Anlaufmarken. Kann sich der EUR auf der Oberseite über die 1,1462 schieben und zwei grüne Kerzen hintereinander ausbilden, so könnte er dann an die 1,1500/10 bzw. an die 1,1555/60 bzw. übergeordnet bis an die 1,1625 laufen.

Fazit: Der EUR muss die 1,1462 überwinden, um weiteres Potential auf der Oberseite zu realisieren. Dies könnte bis an die 1,1550/60, darüber bis an die 1,1625 gehen. Auf der Unterseite stellt der Bereich bei 1,1330/00 aktuell einen guten Unterstützungsbereich dar.

 

Rahmenbedingungen:

 

Alle Augen haben nach London geblickt. Das Britische Parlament hat gegen den Brexit Vertrag gestimmt und damit das Chaos wahrscheinlich herbeigewählt. Wie die Situation jetzt gelöst werden kann ist völlig unklar, zumal die EU nicht nachverhandeln möchte. Das einzige was verloren wird ist Zeit. Somit wird ein Austritt ohne Vereinbarung jeden Tag realistischer. Das wird nicht nur die Briten, sondern auch den europäischen Markt treffen. Damit gibt es einen weiteren Faktor, der die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter eintrüben wird. Die jüngsten Wachstumsraten in Deutschland sind auch schwächer ausgefallen, was ein Hinweis darauf sein könnte, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter eintrüben.

 

Die USA befinden sich nach wie vor im Shutdown. Auch hier stehen beide Seiten unversöhnlich gegenüber. Aktuell ist nicht klar, wie und in welcher Form es einen Kompromiss geben kann. Man kann allerdings davon ausgehen, dass dieser Streit eine Auswirkung auf das BIP haben wird. Somit kann davon ausgegangen werden, dass sich auch in den USA die wirtschaftliche Entwicklung eintrüben wird.

 

 

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

 

Long Setups: Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,1410 zu halten und zu stabilisieren. Schafft er das, so könnte er versuchen, als nächstes an die 1,1420/22, an die 1,1432/35 und dann an die 1,1442/44 zu laufen. Im Bereich der 1,1442/44 könnten sich Rücksetzer einstellen, bzw. der EUR könnte etwas brauchen, über dieses Level zu kommen. Wird der Bereich mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte es auch direkt weiter an die 1,1450/52, bzw. an die 1,1461/63 gehen. Im Bereich der 1,1461/63 könnte es für den EUR schwer werden weiter zu kommen. Denkbar ist, dass die Aufwärtsbewegung hier auch beendet sein könnte. Über der 1,1461/63 wären unsere weiteren denkbaren Anlaufziele bei 1,1472/74, bei 1,1482/84, bei 1,1492/1,1494, bzw. bei 1,1503/05 zu finden. Über der 1,1503/05 könnte der EUR dann weitere mögliche Anlaufmarken erreichen, die bei 1,1520/22, bei 1,1530/32, bei 1,1544/46 und bei 1,1552/54 zu suchen wären. Bei ausgeprägter Aufwärtsdynamik könnte der EUR auch noch die 1,1565/67, die 1,1576/78, die 1,1591/93 bzw. die 1,1602/04 anlaufen.

 

Short Setups: Kann sich der EUR nicht über der 1,1410 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst bis an die 1,1395/93 anlaufen. Kommt es hier zu keinen Erholungen, so könnte der EUR dann die 1,1387/85, die 1,1376/74, die 1,1363/61 und dann die 1,1352/50 anlaufen. Kann sich der EUR bei 1,1352/50 nicht stabilisieren, so könnte er dann die 1,1342/40, die 1,1330/28, die 1,1319/17 und dann die 1,1310/08 bzw. die 1,1302/00 anlaufen. Im Bereich der 1,1310/00 hat er gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Bei ausgeprägter Schwäche wäre auch ein Erreichen der 1,1290/88, der 1,1276/74 bzw. der 1,1266/64 vorstellbar.

 

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts

 

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

·        17.01.2019: EUR – EZB-Bericht

·        17.01.2019: USA – Hausverkäufe & FED-Rede

·        21.01.2019: USA – Verbraucherpreisindex

·        22.01.2019: USA – Einzelhandelsumsätze

 

 

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Im Namen von Admiral Markets wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

 

 

 

 

Ihr Jens Chrzanowski

Admiral Markets Group AS, Member of the Management Board, Co-CEO

 

 

► Handeln Sie verantwortungsvoll ◄ Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 83 Prozent der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

 

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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

Anhang: Anhang

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